Service & FAQ

Wer kann SAPV verordnen?

SAPV kann jeder Arzt mit einer Kassenzulassung auf dem entsprechenden Verordnungsformular („Muster 63“) verordnen. Dies kann sowohl aus der stationären Versorgung eines Krankenhauses heraus geschehen als auch durch einen niedergelassenen Arzt in der ambulanten Versorgung.

Kann Ihr Hausarzt Sie weiterversorgen?

Ja, selbstverständlich! SAPV kann nur in Zusammenarbeit mit dem Hausarzt funktionieren. Die zum Teil jahrelange Beziehung zu Ihnen und Ihrer Familie ist für eine kontinuierliche und stabile Versorgung unverzichtbar.

Kann die SAPV verordnet werden, auch wenn bereits ein Pflegedienst involviert ist?

JA! Die SAPV ist eine Leistung des SGB V ist. Sollte der beteiligte Pflegedienst bzw. das SAPV-Team einen Versorgungsvertrag für SGB XI Leistungen haben, können diese Leitungen unabhängig von der SAPV Verordnung zusätzlich erbracht und abgerechnet werden.

Kann die SAPV auch in einer Pflegeeinrichtung erbracht werden?

Ja, und zwar uneingeschränkt. Auch Bewohner von Seniorenheimen haben Anspruch auf alle Leistungen der SAPV, wenn sie die Voraussetzungen erfüllen. Dies gilt auch für Patienten in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung.

Sind dann zu viele Personen an meiner Versorgung beteiligt?

SAPV soll die durch viele Akteure entstehende Komplexität des Versorgungssystems nicht verstärken, sondern vermindern. Eine Belastung  durch die hohe Komplexität einer unkoordinierten Versorgung kann ein Verordnungsgrund für die SAPV sein. Dann ist eine wichtige Aufgabe und Leistung des Palliative Care Teams die Koordination. Ziel ist es, die Versorgung so zu gestalten, dass eine Entlastung für Sie und Ihre Zugehörigen in herausfordernden Situation entsteht.

Was ist ein Hospiz?

Ein Hospiz ist eine vom Krankenhaus oder Seniorenheim unabhängige Pflegeeinrichtung, in der Schwerstkranke mit absehbarem Lebensende bis zu ihrem Tod betreut werden.

In Trägerschaft des Palliativstützpunktes eröffnete das Hospiz ZUGvogel 2018 in Sulingen.

Was ist eine Palliativstation?

Eine Palliativstation ist eine räumlich zusammenhängende Versorgungseinheit palliativmedizinischer Fachrichtung an einem Krankenhaus bzw. einem Palliativzentrum. Sie unterscheidet sich von den meisten anderen Bettenstationen durch eine wohnlichere Gestaltung und einen höheren Personalschlüssel. Das Personal verfügt außerdem über besondere Qualifikationen in Palliativmedizin und Palliative Care. Auf einer Palliativstation werden Symptome und Komplikationen bei unheilbar kranken Menschen behandelt. Die Entlassung in die eigene Häuslichkeit wird zeitnah angestrebt.

Kommt die SAPV sofort, wenn ich schwerkrank bin, es mir ganz schlecht geht und ich nicht mehr ins Krankenhaus will?

Für diesen Notfall sind zunächst Hausärzt*innen, ärztlicher Bereitschaftsdienst oder Notarzt zuständig. Wir dürfen nicht auf „Anfrage“ tätig werden, sondern nur dann, wenn der behandelnde Arzt eine Verordnung ausstellt. Außerdem benötigen wir medizinische Unterlagen, so dass wir rasch den bisherigen Verlauf beurteilen und tätig werden können.
Befindet sich ein Patient dagegen bereits in unserer Betreuung , sind wir über die personalisierte Bereitschaftsnummer jederzeit erreichbar.

Übernimmt die SAPV auch Pflege?

Die SAPV leistet keine grundpflegerische Versorgung, sondern unterstützt mit dem notwendigem palliativmedizinischen- palliativpflegerischem Fachwissen bei der Linderung von starker Symptomlast und der Koordination der Versorgung am Lebensende.